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StMIBV: Verkehrsfreigabe B15neu zwischen Neufahrn und Ergoldsbach

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Seit heute ist der rund sieben Kilometer lange Abschnitt der B 15neu zwischen Neufahrn und Ergoldsbach für den Verkehr freigegeben.

“Von der Verkehrsfreigabe profitieren nicht nur die Autofahrer, die nun auf der B 15neu schneller und sicherer an ihr Ziel kommen. Ganz besonders profitieren auch die Anwohner in den Orten Neufahrn und Ergoldsbach, die nun vom Durchgangsverkehr entlastet sind und dadurch erheblich an Lebensqualität gewinnen”, sagte Ministerialdirigent Karl Wiebel vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

Die Kosten für den Bauabschnitt Neufahrn – Ergoldsbach belaufen sich auf rund 62 Millionen Euro. Dieses Ergebnis ist besonders erfreulich, denn die Gesamtkosten wurden ursprünglich mit vier Millionen mehr beziffert.

Mit der Verkehrsfreigabe zwischen Neufahrn und Ergoldsbach sind gut drei Viertel der B 15neu zwischen Regensburg und der A 92 bei Landshut fertig gestellt. Der Abschnitt zwischen Saalhaupt und Neufahrn ist bereits seit Ende 2011 unter Verkehr. Für den noch fehlenden, etwa neun Kilometer langen Abschnitt südlich von Ergoldsbach laufen seit Juli 2013 die Vorarbeiten. Dort werden derzeit die Strom- und Gasleitungen verlegt, archäologische Sondierungen durchgeführt und ein erstes Brückenbauwerk errichtet.

“Unser Ziel ist es, diesen Streckenabschnitt bis Ende 2018 fertig zu stellen. Erst mit dem Lückenschluss von Ergoldsbach bis Essenbach an der A 92 kann die B 15neu ihre volle Verkehrswirksamkeit erreichen”, so Wiebel weiter.

Voraussetzung dafür ist aber, dass der Bund nun die Haushaltsmittel für die Gesamtmaßnahme bereitstellt. Diese Bitte richtete Wiebel an den Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, der ebenfalls zur Verkehrsfreigabe angereist war. Bisher hat der Bund rund fünf der insgesamt 120 Millionen Euro für die Vorarbeiten freigegeben.

Auf der Neubaustrecke zwischen Neufahrn und Ergoldsbach wurden insgesamt mehr als eine Million Kubikmeter Boden bewegt und zehn Brückenbauwerke errichtet. Darunter befinden sich zwei weitgespannte Großbrücken, zum einen die 179 Meter lange Brücke über das Dornbachtal, zum anderen die 243 Meter lange Brücke über das Goldbachtal. Außerdem musste eine Brücke über die Bahnlinie Regensburg – München gebaut werden. Der Bahnverkehr konnte aber immer ungestört fließen, denn die Fertigteile der Bahnbrücke wurden in mehreren kurzen Nachtsperrpausen eingehoben. Neben den bereits fertiggestellten Anschlussstellen bei Neufahrn und Ergoldsbach ist noch eine weitere Anschlussstelle südlich von Neufahrn in Planung. Im kommenden Jahr wird hierfür das Planfeststellungsverfahren beantragt.

Zweifellos sei ein möglichst großer Abstand einer Straßentrasse zu den Wohngebäuden der beste Lärmschutz, erläuterte Wiebel. Wo dies nicht möglich war, wurden Lärmschutzmaßnahmen ergriffen. So entstand etwa auf der Dornbachbrücke eine 380 Meter lange Lärmschutzwand, und bei Ergoldsbach wurden überschüssige Erdmassen auf einer Länge von 350 Metern als Lärmschutzwall aufgeschüttet. Darüber hinaus wurde auf der gesamten Strecke ein lärmmindernder Straßenbelag eingebaut.

StMIBV, PM v. 02.12.2013