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Bayerischer Bezirketag: Bezirketagspräsident Mederer bekräftigt: „Ja zum Erhalt der Förderschulen”

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Über 70 Prozent der bayerischen Bevölkerung sehen laut einer aktuellen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen in einer guten schulischen Vorbereitung auf die berufliche Zukunft der Kinder eine zentrale Aufgabe für die Landespolitik. Insbesondere die Förderung der schwächeren Kinder und Jugendlichen ist dabei für 61 Prozent der Bevölkerung ein wichtiges Anliegen. Dieses Ergebnis wurde jetzt im Rahmen der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth vorgestellt.

Der Präsident des Bayerischen Bezirketags, Josef Mederer, sieht darin eine Bestätigung der Position der sieben bayerischen Bezirke, auch in Zukunft die Förderschulen in Bayern nicht in Frage zu stellen.

„Die Umfrage zeigt, welchen Stellenwert die Menschen in Bayern einer Schulpolitik geben, die auch die Schwachen und Schwächsten im Lernprozess mitnimmt. Deshalb sagen wir als Bezirketag weiterhin ein klares Ja zum Erhalt der Förderschulen, respektieren aber selbstverständlich auch, wenn Eltern ihre Kinder mit Behinderungen in eine Regelschule geben wollen. Umso mehr verweise ich noch einmal auf unsere Forderung an den Freistaat Bayern, die Regelschulen im Zuge des Aufbaus eines inklusiven Schulsystems personell so auszustatten, dass eine Beschulung von jungen Menschen mit Behinderung in Regelschulen ohne den Einsatz von Schulbegleitern und damit ohne Leistungen der Eingliederungshilfe möglich ist”, erklärt Mederer.

Darüber hinaus verweist der Bezirketagspräsident auch noch einmal darauf, dass der Freistaat aufgrund einer weiter steigenden Zahl von Schulbegleitern an den Förderschulen die finanziellen und personellen Defizite hier rasch beheben müsse. Soweit auf den Einsatz von Schulbegleitern noch nicht verzichtet werden kann, sollten diese in die Zuständigkeit der Schulen übernommen werden, die dann auch eine entsprechende Finanzierung zu tragen haben.

„Denn nur so kann der grundgesetzlich verankerte Anspruch jedes Kindes auf Bildung in vollem Umfang entsprochen werden”, betont der Bezirketagspräsident.

Bayerischer Bezirketag, PM v. 15.01.2014