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StMBKWK: Bernd Sibler gibt nach 100 Tagen als Wissenschafts- und Kunststaatssekretär Ausblick auf Schwerpunkte seiner Amtszeit

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Positive Gestaltung des demographischen Wandels / Niederbayerische Hochschulen und Kulturlandschaft gut aufgestellt / “Gut aufgestellte Hochschulen stärken die Region und sichern Perspektiven”

„Im bundesweiten Vergleich ist der Wissenschaftsstandort Bayern sehr gut aufgestellt. Doch darauf ruhen wir uns nicht aus! Wir wollen den Exzellenzbegriff von der Forschung auch auf die Lehre und die Infrastruktur unserer Hochschulen erweitern.“

Diese Leitlinie bayerischer Hochschulpolitik nannte Wissenschafts- und Kunststaatssekretär Bernd Sibler heute in Deggendorf für seine Amtszeit.

„Gut aufgestellte Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen sind beste Voraussetzungen, um die Herausforderungen des demographischen Wandels zu bewältigen und die Region zu stärken“, so Sibler. „Denn: Sie steigern die Attraktivität der Region, bilden vor Ort benötigte Fach- und Führungskräfte aus und unterstützen heimische Unternehmen in Forschung und Entwicklung.“

Staatssekretär Sibler möchte daher die Hochschulen intensiv darin unterstützen, ein besonderes Profil auszubilden und sich international auszurichten. Gleichzeitig sollen auch die Angebote der Weiterbildung an den Hochschulen ausgebaut werden, um ein lebenslanges Lernen für Führungskräfte vor Ort zu ermöglichen.

Niederbayerische Hochschullandschaft gut aufgestellt

Dass die niederbayerischen Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen auf einem guten Weg sind, ihr attraktives Profil zu schärfen, zeigte der Staatssekretär anhand einiger Beispiele, u.a.:

  • „Technik Plus“ an der Universität Passau, das mit dem neuen Department für Informationstechnik den größten Ausbau der Universität seit ihrer Gründung darstellt,
  • das Transferzentrum Technik und Innovation, eine Kooperation zwischen der Universität Passau und der Technischen Hochschule Deggendorf,
  • der Titel „Technische Hochschule“ Deggendorf, der die Stärken in Forschung und Lehre besonders herausstellt und damit einen Wettbewerbsvorteil verschafft,
  • die Cluster der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, über die die Hochschule mit mehr als 225 niederbayerischen Unternehmen verbunden ist,
  • das Wissenschaftszentrum Straubing, das zum Wintersemester 2013/2014 die ersten Bachelor-Studenten im neuen Studiengang „Nachwachsende Rohstoffe“ aufgenommen hat.

Neben der Profilbildung ist für Bernd Sibler auch eine internationale Ausrichtung der Hochschulen wichtig. Eine besondere Bedeutung für Niederbayern habe dabei, so der Staatssekretär, die Donau-Moldau-Region, bei der sich eine Vernetzung der Hochschullandschaft auch vor dem Hintergrund der Stärkung der Grenzregion anbietet.

Hohe Investitionen in die Infrastruktur

Um auch die bauliche Infrastruktur an die Herausforderungen der Zukunft anzupassen, fördert der Freistaat Neubauten und Sanierungen in erheblichem Umfang: wie den Erweiterungsbau und das geplante Transferzentrum Technik und Innovation in Deggendorf für rund 43,1 Mio. und 5,7 Mio. Euro, ein neues Verwaltungs- und Hörsaalgebäude in Landshut mit geschätzten 6,5 Mio. Euro, die Sanierung der Mensa und das neue Multimediazentrum in Passau für rund 9 Mio. und 5,6 Mio. Euro und nicht zuletzt mit rund 41 Mio. Euro Baumaßnahmen für das Wissenschaftszentrum Straubing.

„Lebendiges Netz an Technologiezentren“

Als besonderes Alleinstellungsmerkmal der niederbayerischen Hochschullandschaft bezeichnete Bernd Sibler das „lebendige Netz an Technologietransferzentren“, die den Wissenstransfer zwischen den Hochschulen und den Unternehmen vor Ort sicherstellen:

„Sie sind Impulsgeber für Forschung und Entwicklung in der Region und damit für die Wirtschaftsstruktur vor Ort von großer Bedeutung. Ich freue mich, dass sich in naher Zukunft neben den bestehenden Zentren zwei weitere in Niederbayern ansiedeln werden: ein Technologiecampus für Einkauf und Logistik in Grafenau und ein Technologie- und Innovationszentrum für Produktions- und Logistiksysteme in Dingolfing.“

Ausbau der qualifizierten Weiterbildung

Ein zentrales Anliegen ist Bernd Sibler, den Zugang zu den Hochschulen weiter zu öffnen.

„Die Anforderungen an die Fachkräfte steigen immer weiter, die Abbrecherquoten gerade in den MINT-Fächern sind immer noch zu hoch und gleichzeitig wird ein Mangel an Fachkräften prognostiziert. Hier müssen wir ansetzen, den jungen Menschen Orientierung und Hilfe anbieten und ihnen qualifizierte Weiterbildungsangebote machen“, betonte der Staatssekretär.

Er verwies auf die Förderung von insgesamt 13 Hochschul-Projekten durch den Freistaat, die die Studienbedingungen im MINT-Bereich weiter verbessern wollen.

Enge Verbindung zwischen Wissenschaft und Kunst

„Ein wettbewerbsfähiger Wissenschaftsstandort ist aber nicht alles. Ein attraktives Lebensumfeld und ein Gefühl von Heimat sind ebenso wichtig“, hob Staatssekretär Sibler hervor. „In Niederbayern ist das kulturelle Leben vielfältig und bietet viele Möglichkeiten. Diesen Reichtum fördern wir zum Beispiel über den Kulturfonds, der im vergangenen Jahr knapp 800.000 Euro für 22 niederbayerische Kulturprojekte zur Verfügung gestellt hat.“

Er verwies auch auf das Engagement des Freistaates bei der Verstaatlichung des Glasmuseums Grafenau und bei der Förderung von Theatern, nichtstaatlichen Museen und weiteren Kultureinrichtungen der Region.

StMBKWK, PM v. 17.01.2014