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StMIBV: S-Bahn Nürnberg

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Start des Wettbewerbs zur Neuvergabe S-Bahn Nürnberg: Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann setzt auf verbessertes Angebot und mehr Qualität – Weitere Stärkung der Nahverkehrsanbindung in der Metropolregion

Der Wettbewerb zur Neuvergabe der Verkehrsleistungen der S-Bahn Nürnberg ist gestartet, hat heute Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann bekannt gegeben. Bei dem Vergabewettbewerb setzt Herrmann auf ein verbessertes Angebot und mehr Qualität:

“Damit wollen wir die Nahverkehrsanbindung in der Metropolregion Nürnberg weiter ausbauen und stärken.”

Dazu gehören unter anderem zusätzliche Halte, kürzere Taktungen, mehr Sitzplätze, bessere Transportmöglichkeiten für Kinderwägen und Fahrräder sowie weiteres Sicherheitspersonal. Angebote können bis zum 22. Oktober 2014 an die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) abgegeben werden. Der Zuschlag erfolgt voraussichtlich im Januar 2015.

Dazu betonte Herrmann: “Den Zuschlag erhält das Verkehrsunternehmen mit dem insgesamt wirtschaftlichsten und damit qualitativ sowie preislich besten Angebot.”

Die BEG, die im Auftrag des bayerischen Verkehrsministeriums den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Freistaat plant, finanziert und kontrolliert, hat die Vergabeunterlagen bereits an alle Verkehrsunternehmen versandt, die sich im Teilnahmewettbewerb für das weitere Verfahren qualifiziert haben. Gegenstand des Vergabeverfahrens sind die heutigen S-Bahn-Strecken von Nürnberg nach Bamberg, Hartmannshof, Altdorf, Neumarkt, Roth und Ansbach/Dombühl. Auch der heutige Allersberg-Express (zukünftige S5) ist Teil der Vergabe. Damit wächst das Nürnberger S-Bahn-Netz um weitere 48 Kilometer auf 272 Kilometer Streckenlänge.

“Das Fahrplanangebot können wir insbesondere dann verbessern, wenn DB Netze die Infrastruktur fertig ausgebaut hat”, erläuterte Herrmann. “Insgesamt werden wir das Angebot um sechs Prozent ausweiten.”

Zudem werden die älteren lokbespannten Wagenzüge durch neue Fahrzeuge ersetzt.

Der neue Vertrag beginnt im Dezember 2018 und läuft bis Dezember 2030. Wegen des großen Umfangs werden die Verkehrsleistungen der S-Bahn Nürnberg in zwei Losen vergeben. Das heißt, den Auftrag können auch zwei Betreiber erhalten.

“Die neuen Betreiber müssen sich gerade bei Pünktlichkeit, Anschlusssicherung, Störfallmanagement und Echtzeit-Fahrgastinformation hohen Anforderungen stellen”, machte Herrmann deutlich.

Das zukünftige Angebot der Nürnberger S-Bahn basiert wie bisher auf einem 20/40-Minuten-Takt. Nach Fertigstellung der erforderlichen Infrastrukturausbauten wird die BEG das Angebot deutlich erweitern.

“Nach Erlangen wird es beispielsweise einen durchgehenden 20-Minuten-Takt geben, der im Berufsverkehr bis Forchheim verlängert wird”, so Herrmann.

Die S4 Nürnberg-Ansbach wird zweistündlich bis nach Dombühl verkehren. Zusammen mit dem Regionalexpress Nürnberg-Stuttgart haben die Fahrgäste in Dombühl und am neuen Bahnhof Leutershausen-Wiedersbach dann eine stündliche Anbindung an Nürnberg. Sollte der Infrastrukturausbau nach Dombühl vor Ende 2018 fertiggestellt sein, bestellt die BEG die Angebotsverbesserungen bereits früher. Der heutige Allersberg-Express pendelt als künftige Linie S5 zwischen Nürnberg und Allersberg.

Detailliertere Informationen zur Neuvergabe der S-Bahn Nürnberg können Sie unter http://www.beg-ausschreibungen.de abrufen.

StMIBV, Pressemitteilung v. 09.05.2014