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StMGP: Huml setzt auf Vernetzung der regionalen Akteure im Gesundheitswesen – Bayerns Gesundheitsministerin zieht positive Bilanz zum Abschluss der “Regionalen Gesundheitskonferenzen”

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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat zum Abschluss des Modellprojektes “Regionale Gesundheitskonferenzen” eine positive Bilanz gezogen. Huml betonte anlässlich der Abschlussveranstaltung am Dienstag:

“Das Engagement der kommunalen Ebene im Gesundheitswesen liegt mir sehr am Herzen. Ich bin davon überzeugt, dass die Akteure vor Ort am besten den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen begegnen können.”

Die Ministerin ergänzte: “Unser Ziel ist es, Prävention und medizinische Versorgung vor Ort durch lokale Netzwerke zu stärken. Hier haben sich die ‘Regionalen Gesundheitskonferenzen’ als Kooperationsinstrument sehr bewährt. Das haben uns die beteiligten Partner bestätigt. Die Gesundheitskonferenzen stellen eine gute Ausgangsplattform für Austausch, Koordination und Steuerung dar.”

Im Rahmen des Modellprojekts haben seit 2013 in Stadt und Landkreis Bamberg, im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und in der Planungsregion Südostoberbayern Experten die Gesundheitsversorgung vor Ort untersucht und Lösungen für lokale Probleme erarbeitet. Damit sollte zum einen die Vernetzung verschiedenster Akteure vor Ort vorangetrieben werden, um lokale Versorgungsfragen anzugehen. Zum anderen sollten neue Wege erprobt werden, wie auch zukünftig eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in ganz Bayern sichergestellt und weiterentwickelt werden kann. Deshalb wurde das Modellprojekt intensiv vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) begleitet.

Huml ergänzte: “Die guten Ergebnisse in den beteiligten Regionen haben uns darin bestärkt, an diesem Ansatz festzuhalten. Deswegen haben wir das Konzept der ‘Gesundheitsregionen plus’ entwickelt. In diesem Konzept sind die wesentlichen erfolgreichen Aspekte der ‘Regionalen Gesundheitskonferenzen’ mit aufgenommen.”

Mit verschiedenen Initiativen unterstützt das Bayerische Gesundheitsministerium seit Jahren das Engagement einzelner Regionen für die medizinische Versorgung und Prävention. Neben den “Regionalen Gesundheitskonferenzen” hat das Ministerium das Programm “Gesunder Landkreis” mit dem Schwerpunkt Prävention ins Leben gerufen. Auch die mit Qualitätssiegeln ausgezeichneten “Gesundheitsregionen” sind ein Projekt des Gesundheitsministeriums zur Stärkung des Gesundheitswesens vor Ort.

Huml erläuterte: “Wichtig ist, dass wir für die Bürger vor Ort passgenaue Lösungen entwickeln. Die Landkreise und Kommunen wissen dabei am besten, welche Herausforderungen und Möglichkeiten in der Gesundheitsversorgung bestehen. Zugleich setze ich darauf, das Thema Prävention noch stärker als bisher in den Alltag der Menschen zu integrieren.”

Die drei Ansätze der Initiativen “Gesunder Landkreis”, “Gesundheitsregionen” und “Regionale Gesundheitskonferenzen” wurden nun zu “Gesundheitsregionen plus” zusammengeführt und weiterentwickelt. Dadurch sollen vorhandene Strukturen gestärkt, Synergieeffekte generiert und Doppelstrukturen vermieden werden. Landkreise und kreisfreie Städte, die “Gesundheitsregionen plus” bilden, erhalten bis Ende 2019 bis zu 250.000 Euro je Region.

StMGP, Pressemitteilung v. 14.07.2015