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StMAS: Bundesamt für Statistik zur Armutsgefährdung

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Sozialministerin Müller: “Wachstum und Beschäftigung beste Mittel gegen Armut – Mütterrente bekämpft Altersarmut”

Das Bundesamt für Statistik und Datenverarbeitung veröffentlichte heute Zahlen zur Armutsgefährdung nach Bundesländern im Jahr 2014. Danach liegt die sog. (Einkommens)Armutsgefährdung der bayerischen Bevölkerung – gemessen am bundesweit mittleren Einkommensniveau – bei 11,5 Prozent und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 15,4 Prozent.

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller: “Wir setzen auf Wachstum und Beschäftigung. Das ist das beste Mittel gegen Armut und für Generationengerechtigkeit. In Bayern herrschen mit der höchsten Erwerbstätigkeit und der aktuell niedrigsten Arbeitslosigkeit aller Bundesländer ideale Rahmenbedingungen. Unsere Jugendlichen haben die besten Startchancen in das Berufsleben: Zum Stichtag 30. September 2014 standen für 100 unversorgte Bewerber 899 freie Ausbildungsplätze zur Verfügung. Wir kümmern uns aber auch verstärkt um diejenigen, die noch nicht von dieser guten Ausgangslage profitieren. So investieren wir bis 2020 knapp 300 Millionen Euro an ESF-Geldern zur beruflichen Qualifizierung von leistungsschwächeren Jugendlichen, benachteiligten Personen und Langzeitarbeitslosen. Gleichzeitig wollen wir mit unserer Allianz für starke Berufsbildung in Bayern allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Startschwierigkeiten eine Ausbildungs- und Berufsperspektive aufzeigen.”

Daneben bekämpft Bayern die Altersarmut. Sie betrifft verstärkt Frauen und vor allem Mütter.

“Deshalb haben wir im Bund die Mütterrente durchgesetzt. Seit 1. Juli 2014 erhalten alle Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, ein zusätzliches Kindererziehungsjahr in der Alterssicherung. Das bedeutet 350 Euro mehr Rente im Jahr pro Kind. Mit der Mütterrente wird einer langjährigen Forderung Bayerns Rechnung getragen. Allein in Bayern kommt sie 1,1 Millionen Müttern zugute”, so die Ministerin abschließend.

Die Zahlen des Bundesamts für Statistik und Datenverarbeitung können Sie unter www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/08/PD15_311_228.html abrufen.

StMAS, Pressemitteilung v. 27.08.2015